Der 3D-Viewer im Überblick
Ein 3D-Viewer macht dreidimensionale Modelle direkt im Browser sichtbar – ohne Spezialsoftware, ohne Installation und ohne Benutzerkonto. Ob Konstruktionsdaten aus dem CAD, ein 3D-Scan, ein Spielobjekt oder ein Entwurf für den 3D-Druck: Sie ziehen die Datei in das Fenster, und wenige Augenblicke später können Sie das Modell drehen, heranzoomen und aus jedem Winkel betrachten. Das ist praktisch, wenn Sie Ergebnisse schnell prüfen, Kunden eine Vorschau zeigen oder Kollegen einen Entwurf zur Abstimmung schicken möchten.
Das Besondere an diesem Viewer: Alles passiert lokal auf Ihrem Gerät. Ihre Dateien werden weder hochgeladen noch gespeichert oder an einen Server gesendet – die komplette Darstellung übernimmt Ihr Browser mithilfe von WebGL. Vertrauliche Entwürfe bleiben dadurch vertraulich, und auch große Modelle erscheinen ohne Wartezeit für einen Upload. Neben der reinen Ansicht stehen praktische Werkzeuge bereit: Texturen werden samt Unterordnern automatisch gefunden, ein Drahtgitter und eine Schnittebene zeigen die Struktur, Entfernungen lassen sich messen, Animationen abspielen, und jedes Modell kann als kompakte GLB-Datei gespeichert werden.
Häufige Fragen
Was ist ein 3D-Viewer und wofür kann ich ihn nutzen?
Ein 3D-Viewer zeigt 3D-Dateien an, ohne dass Sie dafür ein Konstruktions- oder Grafikprogramm brauchen. Typische Einsatzzwecke sind die schnelle Kontrolle von Modellen vor dem 3D-Druck, die Vorschau von Produktentwürfen, das Prüfen von Scans oder Spielfiguren und das Zeigen von Ergebnissen an Kunden oder Kollegen.
Welche Dateiformate werden unterstützt?
Der Viewer öffnet GLB, glTF (auch mit Draco- oder Meshopt-Kompression), OBJ (mit MTL-Materialdatei), STL, PLY und FBX. Dateien dürfen auch in einem Ordner oder einem ZIP-Archiv liegen. Nicht direkt lesbar sind native CAD-Formate wie STEP, DWG oder Blender-Dateien. Exportieren Sie diese zuvor in eines der genannten Formate.
Werden meine Dateien hochgeladen?
Nein. Die Dateien werden ausschließlich im Arbeitsspeicher Ihres Browsers verarbeitet. Es gibt keinen Upload, keine Speicherung auf dem Server und keine externen Dienste. Sobald Sie die Seite schließen oder das Modell entfernen, sind die Daten wieder weg.
Wie öffne ich ein Modell mit Texturen?
Ziehen Sie am besten den ganzen Ordner oder ein ZIP-Archiv in den Viewer, oder wählen Sie über „Öffnen & Texturen“ den Eintrag „Ganzen Ordner öffnen“. Der Viewer durchsucht dabei auch alle Unterordner und ordnet Texturen automatisch zu – unabhängig von Groß- und Kleinschreibung und auch dann, wenn Dateien umbenannt wurden. Haben Sie nur das Modell geöffnet, können Sie Texturen jederzeit nachträglich über „Texturen hinzufügen“ laden oder einfach auf den Viewer ziehen.
Mein Modell erscheint ohne Farben oder Texturen. Woran liegt das?
Meist fehlen die Bilddateien, oder sie heißen anders als in der Materialdatei angegeben. Der Viewer zeigt in diesem Fall die Namen der fehlenden Texturen an. Laden Sie sie über „Texturen hinzufügen“ nach. Dabei müssen die Dateinamen nicht mit den Namen im Modell übereinstimmen: Der Viewer weiß aus dem Modell, welche Art von Textur fehlt (Farbe, Normal-Map …), und ordnet die vorhandenen Bilder nach diesem Typ zu. Normal-Maps erkennt er auch am Bildinhalt, wenn der Dateiname nichts verrät. Unter „Modellinfo“ → „Texturdetails“ sehen Sie, welche Dateien eingelesen und welche Texturen gefunden wurden. Formate wie TIF oder DDS können Browser nicht darstellen, speichern Sie solche Texturen als PNG oder JPG. Bei STL-Dateien ist fehlende Farbe normal: Das Format speichert keine Farben und keine Texturen.
Im Ordner liegen mehrere Modelldateien. Welche wird geöffnet?
Der Viewer wählt automatisch die geeignetste Datei und weicht auf die nächste aus, falls sie sich nicht laden lässt. Gibt es mehrere Modelle, erscheint oben links eine Auswahlliste, mit der Sie jederzeit zwischen ihnen wechseln können.
Wie bediene ich den Viewer?
Mit der Maus drehen Sie bei gedrückter linker Taste, verschieben mit der rechten Taste und zoomen mit dem Mausrad. Auf Touchgeräten drehen Sie mit einem Finger und verschieben oder zoomen mit zwei Fingern. Ein Doppelklick auf das Modell setzt den Drehpunkt an diese Stelle. Mit der Tastatur gehen unter anderem R (Ansicht zurücksetzen), W (Drahtgitter), G (Raster), M (Messen) und F (Vollbild).
Wie groß dürfen die Dateien sein?
Insgesamt sind maximal 2 GB erlaubt, das gilt für Modelle, Texturen und entpackte ZIP-Inhalte zusammen. Für das Limit zählen nur die relevanten Dateien, andere Dateien im Ordner bleiben unberücksichtigt. Wie viel Ihr Gerät tatsächlich flüssig darstellt, hängt von Arbeitsspeicher und Grafikleistung ab. Auf Smartphones sind Modelle bis einige Hundert Megabyte realistisch.
Kann ich Maße messen?
Ja. Aktivieren Sie das Messwerkzeug und klicken Sie zwei Punkte auf dem Modell an, der Abstand wird direkt angezeigt. Die meisten Formate speichern keine Maßeinheit. Stellen Sie deshalb unter „Ansicht & Werkzeuge“ die Einheit des Modells ein, etwa Millimeter, damit die Angaben stimmen.
Warum ändert sich die Hintergrundfarbe manchmal?
Im Modus „Auto“ erkennt der Viewer sehr helle Modelle und wählt automatisch einen dunkleren Hintergrund, damit sich das Modell sauber abhebt. Wenn Sie lieber einen festen Hintergrund möchten, wählen Sie unter „Ansicht & Werkzeuge“ „Hell“ oder „Dunkel“.
Kann ich Modelle speichern oder in ein anderes Format umwandeln?
Ja. Über die Schaltfläche „Als GLB speichern“ erzeugen Sie aus jedem geladenen Modell eine einzelne, kompakte GLB-Datei samt Texturen. Das Format eignet sich gut zum Weitergeben und Einbetten. Zusätzlich können Sie die aktuelle Ansicht als PNG-Bild speichern.
Welche Browser und Geräte werden unterstützt?
Der Viewer läuft in allen aktuellen Versionen von Chrome, Edge, Firefox und Safari, am Computer genauso wie auf Smartphone und Tablet. Voraussetzung ist WebGL, das praktisch jedes moderne Gerät mitbringt. Wird es von Ihrem Browser nicht unterstützt, zeigt der Viewer einen Hinweis an.
Das Modell lässt sich nicht laden. Was kann ich tun?
Prüfen Sie zuerst, ob die Datei in einem der unterstützten Formate vorliegt und nicht beschädigt ist. Bei Fehlermeldungen zum Arbeitsspeicher hilft ein kleineres oder komprimiertes Modell. Eine zuverlässige Alternative ist der Export als GLB aus Ihrem 3D-Programm.