Das Wasser braucht das Gefäß, das Gefäß nicht das Wasser.
Substanz sucht Form – ein ewiges Paradoxon menschlicher Existenz. Das Wasser, Symbol unbändiger Lebenskraft, verlangt nach Begrenzung, um Gestalt zu erlangen.
„Form ist Leere, Leere ist Form“ heißt es im Herzsutra.
Die Leere des Gefäßes ist nicht Mangel, sondern Bedingung. Es lebt durch das, was es nicht ist. So offenbart sich: Freiheit entsteht durch Grenze, Bedeutung durch Kontur.
Heraklit erkannte: „Nichts ist beständiger als der Wandel.“





