Identität gleicht einem leisen Schatten, der dem Denken folgt, doch nie fassbar wird. Sie entsteht im Wechselspiel zwischen innerer Vorstellung und äußerer Zuschreibung, ein Kontinuum zwischen Werden und Sein.

Heraklit sagte: „Man steigt nie zweimal in denselben Fluss“ –

so wandelt sich auch das Selbst in jedem Augenblick. Was als „Ich“ erscheint, ist oft nur das Echo vergangener Spiegelungen. Wahrheit liegt nicht im Kern, sondern in der Bewegung, in jener stillen Übereinkunft zwischen Möglichkeit und Erinnerung.