Wortherkunft

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Das Wort „Layout“ ist ein Anglizismus und entstammt ursprünglich der Welt des Buchdrucks und der Druckvorstufe. Es setzt sich aus zwei englischen Verben zusammen:

  1. „to lay“ = legen, ausbreiten, anordnen
  2. „out“ = aus, heraus

Wörtlich übersetzt bedeutet „to lay out“ also „auslegen“ oder „anordnen“.

Die ursprüngliche, wörtliche Bedeutung

Ganz konkret beschrieb „Layout“ im Druckwesen den Prozess, bei dem der Schriftsetzer die einzelnen Lettern (Buchstaben) aus dem Setzkasten nahm und sie zusammen mit den Klischees (Druckstöcken für Bilder) physisch auf dem Drucktisch anordnete, um eine Druckseite zu formen.

Man „legte“ die Elemente „aus“, bevor man damit druckte.

Die übertragene, heutige Bedeutung

Von dieser handfesten Tätigkeit wurde der Begriff abstrahiert und auf die planerische und gestalterische Tätigkeit übertragen, die vor der physischen oder digitalen Produktion kommt.

Ganz genau genommen bedeutet „Layout“ daher:

Die vorausschauende Planung, Strukturierung und visuelle Anordnung aller Elemente (Text, Bild, Grafik) auf einer begrenzten Fläche (Seite, Bildschirm) nach bestimmten gestalterischen Prinzipien, mit dem Ziel, ein bestimmtes Kommunikationsziel (Information, Überzeugung, Gefühl) optimal und ansprechend zu erreichen.

Vergleich mit deutschen Begriffen

Es gibt einige deutsche Begriffe, die in die Nähe kommen, aber nicht ganz dasselbe treffen:

  • „Entwurf“: Bezieht sich eher auf den early-stage Prozess (Skizze) und nicht auf die detaillierte Anordnung.
  • „Gestaltung“: Ist ein viel weiterer Begriff, der auch Farbwahl, Stil, Ästhetik umfasst. Das Layout ist ein Teil der Gestaltung – nämlich deren struktureller Teil.
  • „Satzspiegel“: Ein sehr alter, spezifischer Begriff aus dem Buchdruck für den bedruckten Bereich einer Seite. Er ist ein Ergebnis des Layouts.
  • „Anordnung“: Trifft die Bedeutung zwar, klingt aber sehr technisch und steril und vermisst die konzeptionelle und gestalterische Dimension.

„Layout“ hat sich im Deutschen also durchgesetzt, weil es präzise diesen prozesshaften Charakter des planvollen Anordnens auf den Punkt bringt und keinen vollständigen deutschen Equivalenten hat.

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