Der goldene Schnitt

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Neben den standardisierten DIN-Formaten spielt der goldene Schnitt eine zentrale Rolle bei Papierformaten, Satzspiegeln und Gestaltungsrastern. Dieses klassische Proportionsgesetz begegnet uns in Natur, Architektur und Kunst: Der kleinere Teil verhält sich zum größeren wie der größere Teil zur Gesamtlänge, was einem Verhältnis von etwa 1,618 entspricht (Φ).

Fibonacci und der goldene Schnitt

Im 13. Jahrhundert entwickelte Leonardo Fibonacci anhand eines Modells zum Kaninchenwachstum die bekannte Fibonacci-Folge: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34 … Johannes Kepler erkannte den engen Zusammenhang zwischen dieser Zahlenreihe und dem goldenen Schnitt. Diese Proportionen werden bis heute unbewusst in der Gestaltung wahrgenommen – sei es bei der Fotografie von Landschaften, der Anordnung von Speisen oder in der Natur selbst, etwa bei Blättern oder Schmetterlingsflügeln. Sogar der menschliche Körper folgt vielfach diesen harmonischen Verhältnissen.

Ungewöhnliche Formate

Papierformate jenseits von DIN oder dem goldenen Schnitt können gezielt eingesetzt werden, um Projekte visuell zu differenzieren. Quadratische oder andere unkonventionelle Formate schaffen Eigenständigkeit und können den Inhalt effektiver transportieren – abhängig von Auftrag, Papier, Zweck und Budget.

Grundregeln der Raumaufteilung

Die Gestaltung hängt stark vom Verhältnis von Text zu freiem Raum ab. Viel Material auf wenig Fläche erfordert klare Achsen und guten Lesefluss; wenig Material auf großer Fläche bietet viele Optionen – aber auch zahlreiche Fehlerquellen. Ein Gespür für die harmonische Platzierung von Text und Weißraum bildet die Basis für ein ausgewogenes Layout.



Goldener Schnitt: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldener_Schnitt
Goldener Schnitt in der Kunst: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldener_Schnitt_in_der_Kunst

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