Kardinalitäten

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Eine der wichtigsten Angaben in einem ER-Modell ist die Kardinalität einer Beziehung. Sie legt fest, wie viele Instanzen einer Entität mit wie vielen Instanzen einer anderen Entität in Beziehung stehen können. Wir beschreiben hier gemeinsam die drei grundlegenden Typen.

4.1 1:1 — Eins-zu-eins

Jeder Instanz auf der einen Seite entspricht genau eine Instanz auf der anderen Seite — und umgekehrt.

Beispiel:
Jeder Studentin / jedem Studenten ist genau eine Matrikelnummer zugeordnet — und jede Matrikelnummer gehört genau einer Person. Das ist eine 1:1-Beziehung.

In der Praxis eher selten; oft kann man eine 1:1-Beziehung zu einer einzigen Entität zusammenfassen.

4.2 1:N — Eins-zu-viele

Eine Instanz der einen Seite steht mit beliebig vielen Instanzen der anderen Seite in Beziehung, aber nicht umgekehrt.

Beispiel:
Ein Professor hält mehrere Vorlesungen — aber jede Vorlesung wird (in unserem Modell) genau von einem Professor gehalten. Das ist eine 1:N-Beziehung.

4.3 M:N — Viele-zu-viele

Beliebig viele Instanzen der einen Seite stehen mit beliebig vielen Instanzen der anderen Seite in Beziehung.

Beispiel:
Ein Student kann viele Vorlesungen belegen — und eine Vorlesung kann von vielen Studierenden besucht werden. Das ist eine M:N-Beziehung.

Im ER-Diagramm werden Kardinalitäten an den Verbindungslinien notiert.
Gebräuchlich sind zwei Schreibweisen:
die Mengennotation (1, N, M) direkt an den Linien
sowie die Min-Max-Notation (z. B. (0,1), (1,*)), die noch präziser angibt,
ob eine Teilnahme optional oder verpflichtend ist.

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