Aufbau und Architektur eines DBMS

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Ein DBMS ist keine monolithische Software, sondern besteht aus mehreren zusammenarbeitenden Komponenten. Das Verständnis dieser Architektur ist grundlegend für die professionelle Arbeit mit Datenbanken.

Die Drei-Schichten-Architektur (ANSI/SPARC-Modell)

Das weitverbreitete ANSI/SPARC-Modell beschreibt drei logische Ebenen, die voneinander unabhängig sind:

  • Externe Schicht (View-Ebene): Diese Ebene definiert, wie verschiedene Nutzergruppen die Daten sehen. Ein Buchhalter sieht andere Daten als ein Lagerist — obwohl beide auf dieselbe physische Datenbank zugreifen.
  • Konzeptuelle Schicht (logische Ebene): Hier wird die gesamte Datenbankstruktur aus fachlicher Sicht beschrieben — welche Tabellen es gibt, welche Beziehungen zwischen ihnen bestehen und welche Regeln gelten.
  • Interne Schicht (physische Ebene): Diese Ebene beschreibt, wie die Daten tatsächlich auf dem Speichermedium abgelegt sind — Dateistrukturen, Indizes, Speicherblöcke.

Der entscheidende Vorteil dieser Trennung: Änderungen auf einer Ebene erfordern keine Anpassungen auf den anderen Ebenen. Das nennt man Datenunabhängigkeit.

Zentrale Komponenten eines DBMS

  • Query Processor: Nimmt SQL-Anfragen entgegen, analysiert und optimiert sie und leitet sie an die Speicher-Engine weiter.
  • Storage Engine: Verwaltet die physische Speicherung und den Abruf von Daten.
  • Transaktionsmanager: Stellt sicher, dass mehrere gleichzeitige Zugriffe korrekt und konsistent ablaufen (ACID-Eigenschaften, siehe Abschnitt 1.4).
  • Zugriffskontrolle: Regelt, welcher Nutzer welche Operationen auf welchen Daten ausführen darf.
  • Katalog (Data Dictionary): Speichert Metadaten — also Informationen über die Struktur der Datenbank selbst (Tabellennamen, Spaltentypen, Constraints usw.).
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