Referenzielle Integrität und Constraints

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Referenzielle Integrität und Constraints

Referenzielle Integrität

Referenzielle Integrität ist eine Datenbankregel, die sicherstellt, dass Fremdschlüsselbeziehungen konsistent bleiben. Sie besagt: Jeder Wert in einer Fremdschlüsselspalte muss entweder NULL sein oder als Primärschlüsselwert in der referenzierten Tabelle existieren.

Beispiel: Wenn eine Bestellung die KundenID 9999 enthält, muss in der Tabelle ‚Kunden‘ ein Datensatz mit KundenID 9999 existieren. Ist das nicht der Fall, verletzt die Datenbank die referenzielle Integrität.

Bei Lösch- oder Änderungsoperationen auf dem Primärschlüssel gibt es verschiedene Strategien:

  • CASCADE: Wird der Primärschlüssel gelöscht/geändert, werden abhängige Datensätze ebenfalls gelöscht/angepasst.
  • RESTRICT / NO ACTION: Die Operation wird verhindert, solange abhängige Datensätze existieren.
  • SET NULL: Der Fremdschlüsselwert wird auf NULL gesetzt.
  • SET DEFAULT: Der Fremdschlüsselwert wird auf einen definierten Standardwert gesetzt.

Constraints — Integritätsbedingungen

Constraints sind Regeln, die auf Tabellenebene oder Spaltenebene definiert werden und die Gültigkeit der gespeicherten Daten sicherstellen. Wichtige Constraints in SQL:

  • PRIMARY KEY: Markiert einen eindeutigen, nicht-NULL-Identifikator.
  • FOREIGN KEY: Definiert eine Fremdschlüsselbeziehung.
  • NOT NULL: Der Spaltenwert darf nicht leer sein.
  • UNIQUE: Alle Werte in der Spalte müssen eindeutig sein (ähnlich wie PRIMARY KEY, aber NULL ist erlaubt).
  • CHECK: Ein logischer Ausdruck, den jeder Spaltenwert erfüllen muss. Beispiel: CHECK (Alter >= 18).
  • DEFAULT: Definiert einen Standardwert, der verwendet wird, wenn kein Wert angegeben wird.
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