16.–18. Jh. die Kursive, Barock und Rokoko

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1500 und die Kursive

Parallel zur Antiqua entwickelten sich um 1500 die kursiven Schriften deutlich weiter. Nach den ersten Ansätzen führte Aldus Manutius ihre Entwicklung und Verbreitung entscheidend voran. Grundlage war die Humanistische Kursive von Niccolò Niccoli, die in einem konstanten 45-Grad-Winkel geschrieben wurde. Manutius gestaltete daraus die erste kursive Drucktype, bestehend ausschließlich aus Kleinbuchstaben, während die Versalien aus einem geraden Schnitt übernommen wurden.

Von Ludovico degli Arrighi stammt die Cancellaresca, eine besonders feine Kursive. Beide Schriften wurden zur Basis aller folgenden lateinischen Handschriften und verbreiteten sich in ganz Europa. Während Kursiven heute als Schriftschnitt innerhalb der Antiqua gelten, standen sie im 16. Jahrhundert noch als gleichberechtigte Schrift neben ihr. Erst im 17. Jahrhundert begann man, gerade Schnitte systematisch mit passenden Kursiven zu kombinieren.

Der Begriff „kursiv“ (von lat. currere = „laufen“) bezeichnete ursprünglich nicht die Schrägstellung, sondern die fließende Verbindung der Buchstaben.

1700 – Barock und Rokoko

Um 1700 veränderten feinere Drucktechniken und die barocke Stilrichtung das Schriftbild. Typisch waren schwungvolle Linienführungen, die im Rokoko in dekorativen Spielereien gipfelten. So entstanden elegante Schreib- und Kursivschriften.

Zwischen 1700 und 1800 galt Holland als Zentrum der Typografie, wo Schriften wie die Janson Text und die Fleischmann entwickelt wurden. In England schuf John Baskerville mit seiner Baskerville eine elegante Barock-Antiqua, während William Caslon 1722 mit der Caslon Old Face eine der langlebigsten und einflussreichsten Antiqua-Schriften entwarf.


Kursivschrift: https://de.wikipedia.org/wiki/Kursivschrift
Schreibschrift: https://de.wikipedia.org/wiki/Schreibschrift
Bastarda: https://de.wikipedia.org/wiki/Bastarda

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