Wortherkunft

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Das Wort „Typografie“ lässt sich in zwei Bestandteile zerlegen, die beide aus dem Griechischen stammen:

  1. τύπος (týpos): Das bedeutet ursprünglich „Schlag“, „Abdruck“ oder „Figur“. Im weiteren Sinne steht es für „Form“, „Muster“ oder „Model“. Im Kontext der Schrift bezieht es sich auf das einzelne Letterzeichen – also den physischen Stempel, der einen Abdruck hinterlässt.
  2. γράφειν (gráphein): Dies ist das griechische Verb für „ritzen“, „schreiben“ oder „zeichnen“.

Wörtlich übersetzt bedeutet Typografie also etwa „Das Schreiben/Schaffen mit (vorgefertigten) Formen“ oder prägnanter: „Schriftbildnerei“.

Woher kommt das Wort und was bedeutet es ganz genau?

Herkunft

Der Begriff ist ein Kunstwort, das in der Zeit der Renaissance geprägt wurde, als der Buchdruck mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg revolutioniert wurde. Es beschrieb die neue Kunst und Technik, mit vorgefertigten Typen (Letterstempeln) zu drucken.

Die englische Schreibweise Typography und die deutsche Typografie (oder alternative Schreibung Typographie) kamen im 18. Jahrhundert auf, um das Handwerk und später die Kunst der Druckgestaltung zu bezeichnen.

Ganz genaue Bedeutung

Die Bedeutung von „Typografie“ hat sich erweitert und umfasst heute zwei große Bereiche:

Typografie im engeren Sinne (Mikrotypografie):

Dies bezieht sich auf die Gestaltung des Schriftbildes selbst. Es geht um die Feinheiten der Auswahl und Anwendung von Schrift und Text. Dazu gehören:

  • Schriftauswahl: Welche Schriftart (Typeface) passt zum Inhalt?
  • Schriftgröße (Kegelgröße): Die Größe der Schrift in Punkt (pt).
  • Zeilenabstand (Durchschuss): Der vertikale Abstand zwischen zwei Textzeilen.
  • Zeilenlänge: Die optimale Länge einer Textzeile für beste Lesbarkeit.
  • Laufweite und Kerning: Der Abstand zwischen Buchstaben (allgemein bzw. zwischen einzelnen Buchstabenpaaren).
  • Schriftschnitt: Die Verwendung von Bold (fett), Italic (kursiv), Regular (normal) etc.

Typografie im weiteren Sinne (Makrotypografie):

Hier geht es um die Gesamtgestaltung einer druckschriftlichen Arbeit. Sie überschneidet sich stark mit dem Layout und umfasst:

  • Seitenformat und Satzspiegel: Die Anordnung des Textblocks auf der Seite.
  • Wahl des Umbruchverfahrens: Flattersatz (linksbündig/rechtsbündig) oder Blocksatz.
  • Hierarchie der Texte: Gestaltung von Überschriften, Untertiteln, Fließtext, Bildunterschriften.
  • Integration anderer Elemente: Der Umgang mit Bildern, Tabellen und Grafiken im Text.
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