Schriftschnitt und Schriftfamilien

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Unter einem Schriftschnitt versteht man heute eine Variante innerhalb des Schriftbildes. Alle Schnitte zusammen bilden eine Schriftfamilie. Manche Schriften bestehen nur aus einem Schnitt, andere bieten klassische Ergänzungen wie kursiv und fett, während große Familien mehr als 20 Schnitte umfassen können.

Unterschieden wird zwischen:
Schriftbreiten (schmal, normal, breit)
Schriftstärken (leicht, mager, halbfett, fett)
Schriftlage (gerade oder kursiv)

Oft taucht der Schnitt im Schriftnamen auf, z. B. Helvetica Narrow oder Futura Oblique. Der Zusatz normal entfällt meist, während Book meist etwas schmaler wirkt. Kapitälchen gelten typografisch als eigener Schnitt; künstlich erzeugte elektronische Kapitälchen sollten vermieden werden, da sie optische Mängel haben.

Italic oder Kursive?
Die Bezeichnung italic (engl. für „kursiv“) geht auf den Ursprung der Kursiven in Italien zurück. Dort entwickelte sich im Mittelalter ein bewusst schnellerer Schreibstil, erkennbar etwa an den Formen des a oder g. Aldus Manutius gilt als ihr Förderer: Zusammen mit dem Stempelschneider Francesco Griffo schuf er die ersten kursiven Druckschriften. Andere Druckereien übernahmen das Prinzip und benannten die Schnitte nach ihrem Ursprungsland: italic.


Schriftschnitt: https://de.wikipedia.org/wiki/Schriftschnitt
Schriftfamilie: https://de.wikipedia.org/wiki/Schriftfamilie

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