100 v. Chr.

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Nach der Übernahme des das phönizische Alphabetes und Anpassung durch die Griechen gelangte das Alphabet nach Italien, wo die Urschrift der lateinischen Schriften entstand: die Römische Kapitalis oder Capitalis Romana. Diese Großbuchstabenschrift mit Querstrichen an den Senkrechten – Vorläufer der Serifen – wurde in Stein gemeißelt und eignete sich kaum zum Schreiben. Die geschriebene Variante, die Capitalis Quadrata, orientierte sich in Abständen, Proportionen und Formen am Goldenen Schnitt. Aufgrund des hohen Schreibaufwands diente sie vor allem für besonders anspruchsvolle Texte.

Mit Feder und Pergament sowie dem Bedürfnis nach schnellerem Schreiben entwickelten sich daraus die Capitalis Rustica und weitere kursive Ableitungen.

Der Untergang des Römischen Reiches führte zum Verfall der Schriftkultur. Kirche und Gelehrte behielten ihren Einfluss auf die Schriften, lehnten aber das »heidnische Rom« ab und damit auch dessen Schriften. Aus den Formen der römischen Buchschriften entstand stattdessen die Unziale, eine rundere Schrift, die erstmals das Zwei-Linien-Prinzip verließ: Kleinbuchstaben mit Ober- und Unterlängen wurden deutlich erkennbar. Darauf aufbauend entstand die Halbunziale, die bereits eine echte Vier-Linien-Schrift darstellt.

Capitalis Monumentalis
Als Vorbild aller Antiquaschriften diente die Capitalis Monumentalis. Ihre geometrischen Grundformen – Kreis und Quadrat – wurden mit Hammer und Meißel in Stein gehauen. Die späteren Serifen entstanden vermutlich durch das Ansetzen des Meißels.


Majuskelschrift: https://de.wikipedia.org/wiki/Majuskelschrift
Capitalis monumentalis:
https://de.wikipedia.org/wiki/Capitalis_monumentalis
Capitalis rustica:
https://de.wikipedia.org/wiki/Capitalis_rustica
Capitalis quadrata:
https://de.wikipedia.org/wiki/Capitalis_quadrata
Jüngere römische Kursive:
https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCngere_r%C3%B6mische_Kursive
Ältere römische Kursive:
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84ltere_r%C3%B6mische_Kursive

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