Fachbegriffe im Überblick

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@font-face
CSS-Regel zum Einbetten von Schriften in Websites.

Akkoladen
Geschweifte Klammern { }.

Akzidenz
Gelegenheitsdrucksachen wie Prospekte oder Visitenkarten; das Gegenstück ist der Werksatz.

Akzidenzschriften
Handsatz- oder Auszeichnungsschriften für Akzidenzdruck.

Anschnitt / Beschnitt
Bereich außerhalb des Seitenformats, der beim Beschneiden entfernt wird, um „Blitzer“ zu vermeiden.

Anti-Aliasing
Glättung von Schriften durch halbtransparente Kantenpixel. Verbessert die Lesbarkeit kleiner Schriftgrade, kann aber dünne Linien und Serifen grau erscheinen lassen.

Antiqua
Serifenschriften, deren Form auf der römischen Capitalis basiert.

Antiqua-Varianten
Siebte Schriftklasse nach DIN 16518; meist dekorativ, nicht in Klassen 1–6 einordenbar.

ASCII
Standardzeichensatz mit 128 Zeichen (7 Bit), ohne europäische Sonderzeichen.

ATM (Adobe Type Manager)
Software von Adobe zur Verarbeitung von PostScript-Type-1-Schriften; vermittelt zwischen Betriebssystem und Anwendung.

Ausgangszeile
Letzte Zeile eines Absatzes, sollte optisch nicht zu kurz sein.

Ausgleichen
Anpassen der Buchstabenabstände zur Verbesserung der Lesbarkeit oder optischen Wirkung.

Ausrichtung
Satzart: linksbündig, rechtsbündig, zentriert oder Blocksatz.

Ausschießen
Anordnung mehrerer Seiten auf dem Druckbogen, um nach Druck und Falzen die korrekte Reihenfolge zu erhalten.

Außensteg
Freiraum zwischen Satzspiegel und Papierkante.

Austreiben
Zeilen auf volle Satzbreite bringen durch Erhöhen von Wort- und Zeichenabständen.

Auszeichnung
Hervorheben von Zeichen oder Textabschnitten, optisch (fett, unterstrichen) oder typografisch (Kapitälchen, kursiv).

Barock-Antiqua
Dritte Schriftklasse nach DIN 16518; leicht abgerundete Serifen, senkrechte Achsen, unterschiedliche Strichstärken.

Bastardschrift
Schrift mit Merkmalen aus mehreren Schriftklassen.

Bindestrich
Kurzer Strich, auch Divis oder Trennstrich genannt.

Bindung
Zusammentragen mehrerer Seiten zu einem Druckwerk, z. B. Klebebindung.

Blitzer
Papierweiß, das durch ungenaues Überfüllen von Farbflächen entsteht.

Blocksatz
Satzart, bei der Zeilen links und rechts bündig sind.

Brotschrift
Grundschrift für den Mengensatz; ursprünglich im Bleisatz für schnelle Arbeit entwickelt.

Buchstabenabstand / Laufweite
Abstand zwischen Buchstaben; kann zur optischen Anpassung verändert werden.

Buchstabenbreite / Dickte
Breite des Buchstabens inklusive Serifen, Punzen sowie Vor- und Nachbreite.

Bund / Innensteg
Freiraum an der Innenseite bei Doppelseiten, an der gebunden wird.

Capitalis Romana
Großbuchstabenschrift, Ursprung der lateinischen Schriften.

Charakterziffern / Mediävalziffern
Ziffern mit klassischer oder laufender Höhe für besseren optischen Zeilenfluss.

Cicero
Typografische Maßeinheit; 1 Cicero = 12 Didot-Punkt = 4,5 mm.

CSS (Cascading Style Sheets)
Formatierungssprache für HTML, ermöglicht Kontrolle über das Erscheinungsbild von Websites.

Didot-Punkt
Typografische Maßeinheit; 1 Punkt = 0,375 mm.

DIN-Formate
Papierformate, die auf dem Seitenverhältnis √2:1 basieren.

Divis / Bindestrich
Kurzer Strich zur Trennung von Wörtern oder Silben.

DTP-Punkt
Typografische Maßeinheit; 1 DTP-Punkt = 0,353 mm.

Duktus
Charakter und Ausdruck eines Strichs, sichtbar in Stärke, Kontrast und Strichführung.

Durchschuss
Zusätzlicher Zeilenabstand: Differenz aus Zeilenabstand minus Schriftgrad. Beispiel: Schriftgröße 12 pt, Zeilenabstand 14 pt → Durchschuss 2 pt.

Egyptienne
Serifenbetonte Antiqua; die Egyptienne ist eine Untergruppe dieser Schriftklasse.

Einzug
Einrücken der linken oder rechten Textkante; häufig nur die erste Zeile eines Absatzes. Richtwert: ein Geviert.

Elementare Typografie
Typografische Stilrichtung, vom Bauhaus beeinflusst; Jan Tschichold gilt als Wegweiser.

EOT (Embedded Open Type)
Microsoft-Webschriftformat mit starker Komprimierung. EOT enthält herstellerspezifische Komprimierung, im Gegensatz zu EOT Lite.

Expertensatz
Schriftfamilie bestehend aus den Schnitten normal, kursiv, halbfett, fett sowie Kapitälchen.

Falzbögen
Bedruckte Papierbögen, die nach festem Schema gefaltet werden (z. B. Wickelfalz, Leporello). Korrektes Ausschießen garantiert die richtige Seitenreihenfolge.

Fixation
Ruhephase beim Lesen; nimmt ca. 90 % der Lesezeit ein.

Flattersatz
Satzart, bei der einer oder beide Ränder unregelmäßig „flattern“; der Text zeigt keine gleichmäßigen Achsen.

Fleisch
Nicht druckender Raum um Buchstaben; größerer Fleischanteil reduziert die Kegelausnutzung.

Fließtext
Grundtext oder Haupttext einer Drucksache.

Font
Synonym für Schrift oder Zeichensatz; kann auch eine gesamte Schriftfamilie bezeichnen.

Formsatz / Konturensatz
Text, dessen Zeilenlängen und Zeilenfall eine erkennbare Form oder Kontur ergeben.

Fraktur
Schrift mit gebrochenen Rundungen; zugleich eine Untergruppe der gebrochenen Schriften.

Französische Renaissance-Antiqua
Zweite Schriftklasse nach DIN 16518. Merkmale: gerundete Serifen, schräge Achsen, gerade Querstriche (z. B. im „e“), geringe Strichstärkenunterschiede, Oberlängen der Kleinbuchstaben überragen Versalienhöhe. Beispiel: Garamond.

Fußnoten
Zusätzliche Informationen am unteren Satzspiegelrand, meist mit hochgestellten Zahlen im Text referenziert.

Fußsteg
Unterer, freier Rand unterhalb des Satzspiegels.

Gedankenstrich / Halbgeviertstrich
Strich auf Basis eines Halbgevierts; Verwendung u. a. als Gegenstrich, Streckenstrich oder Währungsstrich.

Gemeine / gemeiner Buchstabe
Bezeichnung für Kleinbuchstaben.

Gestaltungsraster
Nicht druckbares Raster, das die Anordnung von Text- und Bildelementen unterstützt.

Geviert
Grundmaß eines Bleiquadrats, dessen Höhe der Schriftkegel entspricht; bei 12‑pt‑Schrift entspricht ein Geviert 12 pt. Dient als Basis für Einzüge, Striche und Abstände.

Glyphe
Einzelnes Zeichen eines Schriftschnitts in einer bestimmten Variante (normal, kursiv, fett etc.).

Goldener Schnitt
Harmonisches Seitenverhältnis für Layouts und Papierformate: 1 : 1,618.

Grad / Schriftgrad
Die Schriftgröße.

Grauwert
Verhältnis von bedruckten zu unbedruckten Flächen; beeinflusst Lesbarkeit und optische Gewichtung des Textes.

Grotesk
Serifenlose Antiqua; erste eindeutige Groteskschriften erschienen Anfang des 19. Jh.

Grundlinie / Schriftlinie
Linie, auf der die Mittellängen der Buchstaben sitzen.

Grundlinienraster
Imaginäres Raster, entlang dessen die Grundlinien des Textes verlaufen; Schrittweite entspricht meist dem Zeilenabstand. Wichtig für die Registerhaltigkeit.

Grundschrift / Brotschrift
Die Schrift, die für den Mengentext verwendet wird; im Bleisatz auch als Brotschrift bezeichnet.

Gutenberg
Johannes Gutenberg, Erfinder des mechanischen Buchdrucks Mitte des 15. Jh.

Halbgeviert
Leerraum, der die Hälfte eines Gevierts einnimmt; bei 12‑pt‑Schrift entspricht dies 6 pt.

Halbgeviertstrich / Gedankenstrich
Strich, dessen Länge einem Halbgeviert entspricht; wird u. a. für Gedankenstriche oder Strecken verwendet.

Handschriftliche Antiqua
Neunte Schriftklasse nach DIN 16518; zeichnet sich durch unregelmäßigen, handschriftlichen Charakter aus.

Hängender Einzug
Einzug, bei dem die erste Zeile des Absatzes bündig ist, alle Folgezeilen jedoch um einen festen Wert eingerückt werden, üblicherweise ein Geviert.

Hints
Mathematische Instruktionen von TrueType- und PostScript-Schriften, um Buchstaben optimal in ein Pixelraster einzupassen. Verbessert insbesondere bei kleinen Schriftgrößen die Darstellung auf niedrig auflösenden Geräten.

Hochformat
Papierformat mit kürzerer horizontaler und längerer vertikaler Seite.

Hochzeit
Doppelt gesetzte Wörter im Bleisatz.

Hurenkind
Umbruchfehler, bei dem die letzte Zeile eines Absatzes am Anfang einer neuen Spalte oder Seite steht. (Vergleich: Schusterjunge)

Initial
Großer, dekorativer Anfangsbuchstabe eines Absatzes oder Kapitels.

Interpunktion
Überbegriff für die Verwendung von Satzzeichen.

Italic / Kursiv
Nach rechts geneigter Schriftschnitt einer Schrift.

Kalligrafie
Die Kunst des schönen Schreibens.

Kantenglättung / Anti-Aliasing
Verfahren zur optischen Glättung von Schriften auf Bildschirmen durch halbtransparente Kantenpixel.

Kanzleischrift
Kategorie der chinesischen Schrift; Schreibschrift, historisch für Urkunden genutzt.

Kapitälchen
Schriftvariante, bei der alle Buchstaben wie Großbuchstaben aussehen. Die ursprünglich kleinen Buchstaben erreichen die Oberkante der Gemeinen, Versalien behalten normale Höhe.

Kegel
Körper eines Bleibuchstabens.

Kerning
Anpassen von kritischen Buchstabenabständen durch Erhöhen oder Verringern, um optische Harmonie zu erzeugen.

Klassizistische Antiqua
Vierte Schriftklasse nach DIN 16518; Merkmale: waagerechte, nicht gerundete Serifen, senkrechte Achsen, starke Strichstärkenunterschiede, gleich große Oberlängen und Versalien. Beispiel: Bauer Bodoni.

Kompress
Textsatz ohne Durchschuss; Schriftgröße entspricht dem Zeilenabstand.

Kopfsteg
Freier, nicht bedruckter Bereich über dem Satzspiegel.

Laufrichtung
Richtung, in der das Papier durch die Maschine läuft; beeinflusst Faserorientierung und Verarbeitung (Falzen, Rillen, Kleben). Parallel zur langen Seite = Schmalbahn, parallel zur kurzen Seite = Breitbahn.

Laufweite
Abstand zwischen den Buchstaben.

Layout
Gestaltete Seite, die Text, Grafiken und Bilder kombiniert.

Lebender Kolumnentitel
Zeile mit Seitenzahl und Text am Kopf des Layouts, die sich je nach Seiteninhalt ändert (z. B. Kapitelüberschrift). Das Gegenstück ist der tote Kolumnentitel, dessen Text konstant bleibt.

Legende
Erläuterung zu Seitenelementen, z. B. zu Bildern oder Diagrammen.

Ligatur
Buchstabenkombination aus mindestens zwei Zeichen, die zu einem Kegel gegossen wurde. Typische Ligaturen wie fi oder fl verbessern die Lesbarkeit.

Linearschrift
Schrift mit gleichmäßiger optischer Strichstärke. Rundungen können leicht variieren, um die visuelle Gleichheit zu erzielen.

Linksbündig
Zeilenausrichtung, bei der der Text links eine gemeinsame Achse bildet und rechts „flattert“.

Majuskel
Großbuchstabe oder Versalie.

Marginalien
Anmerkungen am Seitenrand, die Zusatzinformationen oder Bilder zum Grundtext liefern.

Mediävalziffer / Charakterziffer
Zahlen mit Ober- und Unterlängen sowie variabler Breite – im Gegensatz zu Versalziffern.

Minuskel
Kleinbuchstabe oder gemeiner Buchstabe.

Mittelachsensatz
Zeilenausrichtung, bei der die Zeilen in der Mitte der Spalte eine gemeinsame Achse bilden; links und rechts flattern die Zeilen. Auch zentrierter oder symmetrischer Satz genannt.

Mittellänge / x-Höhe
Höhe der Kleinbuchstaben wie e, m oder z, gemessen zwischen Grundlinie und x-Linie.

Nachbreite
Freiraum nach einem Zeichen, der zusammen mit der Vorbreite des Folgebuchstabens den Buchstabenabstand bestimmt.

Nutzen
Seiten mit gleichem Inhalt, die auf einem Druckbogen angeordnet sind.

Oberlänge
Teil eines Buchstabens, der über die x-Linie hinausgeht, z. B. bei b, h, f oder l.

Outline / Outline-Schrift
Technologie zur Schriftdarstellung bei TrueType- und PostScript-Schriften. Bei Outline-Schriften wird nur der äußere Umriss dargestellt, ohne Füllung.

Pagina
Seitenzahl; in Kombination mit Text als lebender Kolumnentitel oder allein / konstant als toter Kolumnentitel.

PDF (Portable Document Format)
Plattformunabhängiges Dateiformat von Adobe für den Datenaustausch und die systemübergreifende Veröffentlichung; Layout bleibt fixiert, auch für Web und Druck.

Picapoint
Typografische Maßeinheit, vorwiegend in den USA verwendet. 1 Picapoint = 0,34147 mm; 12 Point = 1 Pica.

Pinselschrift
Schreibschrift mit Pinselcharakter (Klasse 8 nach DIN 16518). Neuere DIN-Entwürfe bilden Pinselschriften als eigene Untergruppe der geschriebenen Schriften.

PostScript
Programmiersprache von Adobe für die Seitenausgabe. Objekte werden auflösungsunabhängig skaliert. Auf PostScript-Technologie basieren auch PostScript-Schriften.

Proportionalschrift
Jedes Zeichen erhält die für es erforderliche Breite. Im Gegensatz dazu hat die Schreibmaschinenschrift feste Zeichenbreite.

Punkt
Kleinste typografische Maßeinheit; dient auch als Interpunktionszeichen. Unterscheidung zwischen Didot-Punkt und DTP-Punkt.

Punzen
Der Innenraum eines Buchstabens, z. B. bei b, o oder d.

Querformat
Papierformat, bei dem die horizontale Seite länger ist als die vertikale.

Randausgleich / Hängende Interpunktion
Im Blocksatz werden Satzzeichen über den Rand hinaus verschoben, um ungleichmäßige Kanten auszugleichen.

Rausatz
Zeilen flattern an der linken oder rechten Kante; der Zeilenfall bleibt unverändert, wodurch die Enden unregelmäßig wirken.

Rechtsbündig
Zeilenausrichtung, bei der die rechte Kante eine gemeinsame Achse bildet; Zeilen laufen nach links aus.

Registerhaltig
Text, der auf einem imaginären Grundlinienraster liegt, sodass Vorder- und Rückseite deckungsgleich erscheinen. Mehrspaltige Layouts sollten ebenfalls registerhaltig sein.

Römische Kapitalis / Capitalis Romana
Großbuchstabenform, Grundlage der lateinischen Schriften.

Sakkaden
Die Sprünge, die das Auge beim Lesen von Buchstabengruppen macht. Unterbrochen werden sie von den Fixationen, den Ruhephasen des Auges.

Satzspiegel
Bedruckter Bereich einer Seite, der Text, Grafiken, Bilder und Kolumnentitel enthält.

Schreibschriften
Klasse 8 nach DIN 16518; Schriften mit Feder- oder Pinselcharakter und häufig geschwungenen Anfangsbuchstaben.

Schriftfamilien
Alle Varianten eines Schriftbildes (normal, kursiv, halbfett, Kapitälchen) bilden gemeinsam die Schriftfamilie.

Schriftgrad / Schriftgröße
Bezeichnung für die Buchstabengröße, identisch mit der Kegelgröße des Schriftschnitts.

Schriftkegel / Kegel
Der Körper eines Bleibuchstabens.

Schriftlinie / Grundlinie
Linie, auf der die Mittellängen der Buchstaben aufsetzen.

Schusterjunge
Umbruchfehler, bei dem die erste Zeile eines Absatzes am Ende einer Spalte oder Seite steht. Mindestens zwei, besser drei Zeilen sollten zusammengehalten werden. Gegenstück: Hurenkind.

Schweizerdegen
Facharbeiter, der sowohl Schriftsetzer als auch Drucker gelernt hat.

Semantik
Bedeutungslehre.

Serifen
An-, Ab- oder Endstriche der Zeichen.

Serifenbetonte Linear-Antiqua
Schriftklasse 5 nach DIN 16518; Serifen stark betont, Strichstärken annähernd gleichmäßig.

Serifenlose Linear-Antiqua
Schriftklasse 6 nach DIN 16518; Merkmale: keine Serifen, gleichmäßige Strichstärke, senkrechte Achsen, häufig gleiche Größen bei Klein- und Großbuchstaben.

Spaltenzwischenraum / Spaltenzwischenschlag
Abstand zwischen nebeneinander angeordneten Textspalten.

Spationieren / Sperren
Erhöhen der Buchstabenabstände durch Einfügen von Spatien.

Spatium
Dünnes, nicht druckendes Metallstück aus dem Bleisatz, das Zeilen füllte oder Buchstabenabstände vergrößerte.

Splendid
Text mit relativ großem Zeilenabstand, also großzügig durchschossen.

Steg
Nicht druckender Bereich um den Satzspiegel; ursprünglich Metallklötze im Bleisatz zur Raumfüllung.

Toter Kolumnentitel
Zeile mit Pagina oder festem Text, die außerhalb des Satzspiegels steht. Gegenstück: lebender Kolumnentitel.

Type-1 / Type-3-Schriften
Auf PostScript basierende Schrifttechnologien von Adobe.

Typografie
Lehre der Schriftgestaltung.

Typometer
Durchsichtiges Lineal aus Kunststoff zur Messung typografischer Größen, Linien und Raster.

Überdrucken
Der hintere Bereich einer Fläche oder eines Bildes wird nicht ausgespart. Neue Mischfarben können entstehen. Schwarzer Text auf farbigem Hintergrund wird meist überdruckt, um Blitzer zu vermeiden.

Überfüllen
Leichtes Überlappen heller Objekte auf angrenzende dunkle Flächen, um weiße Blitzer zu vermeiden.

Umbruch
Das Zusammenstellen von Text, Grafiken und Bildern zu einem Layout.

Unicode
Internationaler Standard, der jedem grafischen Zeichen aller Schriftkulturen einen digitalen Code zuweist. Maximal 65.536 Zeichen pro Schrift.

Unterlänge
Teil eines Buchstabens, der unterhalb der Grundlinie bis zur „p-Linie“ reicht.

Unterschneiden / Kerning
Verringern der Abstände zwischen Buchstaben.

Unziale
Früheste Schrift mit klaren Kleinbuchstaben und Ober- und Unterlängen, entwickelt aus der römischen Buchschrift.

Vakat
Leere Seite.

Venezianische Renaissance-Antiqua
Erste Schriftklasse nach DIN 16518; Merkmale: abgerundete Serifen, schräge Achsen, geringe Strichstärkenunterschiede.

Versalsatz
Text ausschließlich aus Großbuchstaben; bei kleinen Schriftgrößen sollte die Laufweite leicht erhöht werden.

Versalziffer
Ziffern in der Höhe der Versalien, mit einheitlicher Breite, ideal für Tabellen.

Viertelgeviert
Leerraum, der ein Viertel eines Gevierts einnimmt (z. B. 3 pt bei 12‑pt-Schrift).

Vorbreite
Freiraum vor einem Buchstaben.

Waisenkind / Schusterjunge
Umbruchfehler, bei dem die erste Zeile eines Absatzes am Ende einer Spalte oder Seite steht.

Weißraum
Unbedruckte Flächen einer Seite.

Werksatz
Satz regelmäßig erscheinender Druckwerke wie Bücher oder Zeitungen. Gegenstück: Akzidenz.

WOFF
Web-Schriftenformat, von modernen Browsern unterstützt.

Wortabstand / Wortzwischenraum
Weißraum zwischen Wörtern; beeinflusst den Grauwert eines Textes.

x-Höhe / Mittellänge
Höhe der Kleinbuchstaben wie x, e oder m.

Zeilenabstand
Abstand von Grundlinie zu Grundlinie; umfasst die Schriftgröße.

Zeilendurchschuss / Durchschuss
Zusätzlicher Abstand zwischen den Zeilen (Zeilenabstand minus Schriftgröße).

Zeilenfall
Satzbild, das sich aus Zeilenlängen und -anordnung ergibt; dynamischer Zeilenfall erfordert oft manuelle Anpassung.

Zentrierter Satz / Mittelachsensatz
Zeilen bilden eine gemeinsame Achse in der Spaltenmitte, links und rechts flattern.

Zwischenschlag / Spaltenzwischenschlag
Abstand zwischen nebeneinander angeordneten Textspalten.

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