Liste klassischer und moderner Schriften

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A–E

Aalto Sans
Die Aalto Sans entstand in den 1990er-Jahren und gehört zur digitalen Postmoderne. Gestaltet wurde sie von Fred Smeijers. Sie ist eine serifenlose Linear-Antiqua (neo-grotesk), ihre Stilrichtung ist sachlich-modern und funktional.

Agenda (1993 – Greg Thompson)
Agenda wurde 1993 von Greg Thompson entworfen, in einer Zeit, in der humanistische Sans-Serifs im Trend lagen. Sie gehört zur Schriftklasse serifenlose Linear-Antiqua, humanistische Ausprägung. Stilistisch wirkt sie klar, gut lesbar und eignet sich für Corporate Design.

Aktiv Grotesk
Die Aktiv Grotesk erschien 2010 von Dalton Maag und ist Teil der postmodernen Groteskschriften. Klassifiziert wird sie als serifenlose Linear-Antiqua (neo-grotesk). Ihr Stil ist neutral, vielseitig und für digitale Anwendungen optimiert.

Akzidenz Grotesk
Die Akzidenz Grotesk wurde 1898 von der H. Berthold AG in Berlin veröffentlicht und gilt als Pionierin der Groteskschriften. Sie fällt unter die serifenlose Linear-Antiqua (Grotesk). Ihr Stil ist nüchtern, funktional und gilt als Vorläufer für Helvetica und Univers.

American Typewriter
Diese Schrift wurde 1974 von Joel Kaden und Tony Stan entworfen, inspiriert von Schreibmaschinenfonts. Sie gehört zu den Antiqua-Varianten, speziell zur Egyptienne. Ihr Stil ist retro, freundlich und erinnert an Schreibmaschinenästhetik.

Antique Olive (1962 – Roger Excoffon)
Roger Excoffon entwickelte die Antique Olive 1962 in Frankreich. Sie zählt zu den serifenlosen Linear-Antiqua (humanistisch geprägt). Stilistisch zeigt sie eine lebhafte, fast kalligrafische Wirkung, die typisch für die expressive französische Typografie der 1960er-Jahre ist.

Arnhem (1998 – Fred Smeijers)
Arnhem wurde 1998 von Fred Smeijers für den Einsatz im Zeitungssatz entworfen. Sie wird den Antiqua-Varianten zugeordnet (Übergangsantiqua). Stilistisch ist sie robust, klar und für kleine Schriftgrade in Printmedien optimiert.

Avenir (1988 – Adrian Frutiger)
Avenir wurde 1988 von Adrian Frutiger gestaltet und verbindet die Klarheit der geometrischen Sans mit humanistischen Proportionen. Sie gehört zur Schriftklasse serifenlose Linear-Antiqua (geometrisch). Ihr Stil ist zeitlos, harmonisch und wirkt eleganter als die streng-geometrische Futura.

Amplitude (2003 – Christian Schwartz)
Christian Schwartz entwarf die Amplitude 2003 als vielseitige Sans-Serif. Sie gehört zu den serifenlosen Linear-Antiqua, humanistische Richtung. Ihr Stil ist klar, robust und für Corporate Design wie Print gleichermaßen geeignet.

Avant Garde (1970 – Herb Lubalin & Tom Carnase)
ITC Avant Garde wurde 1970 von Herb Lubalin und Tom Carnase entwickelt, inspiriert von einer Logo-Schrift. Klassifiziert wird sie als serifenlose Linear-Antiqua (geometrisch). Ihr Stil ist streng-modern, ikonisch für die 1970er-Jahre und häufig in Logos und Headlines genutzt.

Bank Gothic (1930 – Morris Fuller Benton)
Bank Gothic entstand 1930 bei American Type Founders durch Morris Fuller Benton. Sie ist eine serifenlose Linear-Antiqua (rechteckig/technisch). Stilistisch verkörpert sie die Maschinenästhetik und den Art-Déco-Geist der Zeit.

Baskerville (1757 – John Baskerville)
Die Baskerville wurde um 1757 in England von John Baskerville geschaffen. Sie gehört zur Schriftklasse der Übergangsantiqua. Ihr Stil ist elegant, rational und markiert den Übergang von der Barock- zur Klassizistischen Antiqua.

Bell Gothic (1938 – Chauncey H. Griffith)
Chauncey H. Griffith entwickelte die Bell Gothic 1938 für das amerikanische Telefonbuch. Sie zählt zur serifenlosen Linear-Antiqua (Grotesk). Stilistisch ist sie extrem funktional, eng laufend und für höchste Lesbarkeit in kleinen Graden optimiert.

Bembo (1496 – Francesco Griffo)
Bembo basiert auf der Renaissance-Antiqua, die Francesco Griffo 1496 für Aldus Manutius entwarf. Sie gehört zu den venezianischen Renaissance-Antiqua. Ihr Stil ist klassisch, humanistisch und gilt als Muster für Leseschriften bis heute.

Bernhard Modern (1937 – Lucian Bernhard)
Diese Schrift wurde 1937 von Lucian Bernhard gestaltet. Sie zählt zu den Klassizistischen Antiqua. Ihr Stil ist elegant, kontrastreich und typisch für die Art-Déco-Ästhetik.

Bello (2004 – unknown)
Bello wurde 2004 entworfen, in einer Phase digitaler Schriftinnovation. Klassifiziert wird sie als Schreibschrift. Ihr Stil ist schwungvoll, modern und erinnert an Pinselzüge.

Bitter (2011 – Sol Matas)
Bitter wurde 2011 von Sol Matas entwickelt, speziell für Bildschirmdarstellung. Sie gehört zur Egyptienne (serifenbetont). Ihr Stil ist klar, robust und hervorragend für digitale Lesbarkeit optimiert.

Blackoak Std (1969 – Typograph: TypoArt / Adobe Revival)
Die Blackoak Std erschien ursprünglich 1969, inspiriert von Western-Holzlettern. Sie wird den Egyptienne-Schriften zugeordnet. Stilistisch wirkt sie massiv, dekorativ und plakativ.

Bodoni (um 1790 – Giambattista Bodoni)
Giambattista Bodoni entwarf diese Schrift Ende des 18. Jahrhunderts in Italien. Sie gehört zur Klassizistischen Antiqua. Ihr Stil ist streng, rational, mit starkem Strichstärkenkontrast – typisch für die Aufklärung und den Klassizismus.

Brandon Grotesque (2010 – Hannes von Döhren)
Brandon Grotesque wurde 2010 von Hannes von Döhren entworfen. Sie zählt zu den geometrischen serifenlosen Linear-Antiqua. Ihr Stil verbindet geometrische Strenge mit freundlichen Proportionen, wodurch sie vielseitig einsetzbar ist.

Bree (2008 – Veronika Burian & José Scaglione)
Die Bree entstand 2008 bei TypeTogether. Sie gehört zur Antiqua-Variante mit humanistischer Anmutung (Serif/Sans-Hybride). Stilistisch wirkt sie lebendig, zeitgemäß und ist für Editorial Design populär.

Bridone (2010 – Rui Abreu)
Bridone wurde 2010 von Rui Abreu entworfen. Sie wird als Klassizistische Antiqua klassifiziert. Stilistisch ist sie kontrastreich, elegant und verbindet klassische Bodoni-Ästhetik mit moderner Interpretation.

Brush Script (1942 – Robert E. Smith)
Brush Script wurde 1942 von Robert E. Smith für American Type Founders gestaltet. Sie gehört zu den Schreibschriften. Ihr Stil ist dynamisch, schwungvoll und spiegelt die populäre Gebrauchsgrafik der 1940er-Jahre wider.

Caecilia (1990 – Peter Matthias Noordzij)
PMN Caecilia wurde 1990 von Peter Matthias Noordzij entwickelt. Sie zählt zur Egyptienne. Stilistisch ist sie eine moderne Slab Serif, sachlich und vielseitig einsetzbar.

Caslon (1722 – William Caslon)
Caslon wurde 1722 in England von William Caslon entworfen. Sie gehört zur Barock-Antiqua. Ihr Stil ist klassisch, harmonisch und gilt als eine der langlebigsten Leseschriften.

Century Schoolbook (1919 – Morris Fuller Benton)
Die Century Schoolbook entstand 1919 durch Morris Fuller Benton für den Schuldruck. Sie wird den Antiqua-Varianten, Übergangsantiqua, zugeordnet. Stilistisch wirkt sie robust, großzügig und auf Lesbarkeit ausgelegt.

Century Std (1894 – Linn Boyd Benton)
Century Roman erschien 1894 von Linn Boyd Benton als Vorgänger der Schoolbook. Sie gehört ebenfalls zur Übergangsantiqua. Ihr Stil ist solide, nüchtern und für Zeitungsdruck entwickelt.

Century 751 No.2 BT
Diese Variante ist ein digitales Derivat der Century-Familie (Bitstream). Sie gehört zur Übergangsantiqua. Stilistisch teilt sie die soliden, klaren Formen der Century-Schriften.

Chalet (1996 – House Industries)
Chalet wurde 1996 von House Industries entwickelt, inspiriert von Helvetica, Futura und Avant Garde. Sie zählt zu den serifenlosen Linear-Antiqua (neo-grotesk). Ihr Stil ist retro, postmodern und reflektiert verschiedene Designströmungen des 20. Jahrhunderts.

Clarendon (1845 – Robert Besley)
Die Clarendon wurde 1845 von Robert Besley entworfen. Sie ist eine Egyptienne (serifenbetont). Stilistisch wirkt sie robust, plakativ und typisch für viktorianische Typografie.

Cooper Black (1922 – Oswald Bruce Cooper)
Cooper Black wurde 1922 von Oswald Bruce Cooper gestaltet. Sie ist eine Antiqua-Variante (serifenbetonte Übergangsform). Stilistisch ist sie fett, freundlich und wurde in den 1960er-/70er-Jahren ikonisch.

Copperplate Gothic (1901 – Frederic W. Goudy)
Diese Schrift entstand 1901 bei American Type Founders von Frederic W. Goudy. Sie ist eine Antiqua mit sehr kleinen Serifen (Mischklasse). Ihr Stil wirkt monumental, nüchtern und erinnert an gravierte Inschriften.

Corporate ASE (1988 – Kurt Weidemann)
Corporate ASE wurde 1988 von Kurt Weidemann für Daimler-Benz entwickelt. Sie gehört zur serifenlosen Linear-Antiqua (neo-grotesk). Ihr Stil ist streng, funktional und für Corporate Identity ausgelegt.

Didot (1784 – Firmin Didot)
Die Didot wurde 1784 von Firmin Didot in Frankreich geschaffen. Sie ist die klassische Klassizistische Antiqua. Ihr Stil ist elegant, rational und steht für den französischen Neoklassizismus.

DIN 1451 (1931 – Deutsches Institut für Normung)
DIN 1451 wurde 1931 für technische Beschilderung und Normschrift eingeführt. Sie ist eine serifenlose Linear-Antiqua (Grotesk). Stilistisch ist sie funktional, nüchtern und für maximale Lesbarkeit in technischen Kontexten entwickelt.

Egyptienne F LT Std (1956 – Adrian Frutiger)
Adrian Frutiger entwarf die Egyptienne F 1956. Sie gehört zur Egyptienne-Klasse. Ihr Stil ist klar, stabil und eignet sich für Fließtext wie Headlines.

Erikrighthand (2003 – Erik van Blokland)
Die Erikrighthand wurde 2003 von Erik van Blokland gestaltet. Sie zählt zu den Schreibschriften. Ihr Stil ist persönlich, unregelmäßig und vermittelt den Charakter einer handgeschriebenen Notiz.

Eurostile (1962 – Aldo Novarese)
Eurostile wurde 1962 von Aldo Novarese entwickelt. Sie ist eine serifenlose Linear-Antiqua (rechteckig). Ihr Stil ist technisch, futuristisch und stark mit 1960er-Jahre-Design verbunden.

F–J

FF Meta (1991 – Erik Spiekermann)
Die FF Meta wurde 1991 von Erik Spiekermann entworfen und gilt als eine der wichtigsten Corporate-Schriften der 1990er. Sie gehört zur serifenlosen Linear-Antiqua (humanistisch). Stilistisch ist sie klar, freundlich und stark auf Lesbarkeit in Print und Digital ausgelegt.

FF Officina (1990 – Erik Spiekermann)
FF Officina entstand 1990, ebenfalls von Erik Spiekermann. Sie ist eine serifenlose Linear-Antiqua mit funktionalem Ansatz. Ihr Stil ist sachlich, robust und für Büro- und Geschäftskommunikation entworfen.

FF Scala (1990 – Martin Majoor)
Martin Majoor entwickelte Scala 1990 als vielseitige Schriftfamilie mit Serif- und Sans-Version. Sie wird den Übergangsantiqua (Serif) und serifenlosen Linear-Antiqua (Sans) zugeordnet. Stilistisch ist sie ausgewogen, klassisch-modern und ein typisches Beispiel für die 1990er-Jahre im Editorial Design.

FF Thesis (1994 – Lucas de Groot)
Lucas de Groot veröffentlichte die FF Thesis 1994, als modulares Schriftsystem. Sie umfasst TheSans, TheMix und TheSerif. Klassifiziert wird sie als humanistische Linear-Antiqua und Übergangsantiqua. Stilistisch ist sie flexibel, systematisch und für Corporate Design optimiert.

Fedra (2002 – Peter Bil’ak)
Die Fedra erschien 2002 bei Typotheque, entworfen von Peter Bil’ak. Sie gehört zur humanistischen serifenlosen Linear-Antiqua, mit zusätzlichen Serif-Varianten. Ihr Stil ist modern, dynamisch und stark für Lesetexte und Branding geeignet.

Fago (2000 – Ole Schäfer)
Fago wurde 2000 von Ole Schäfer entworfen. Sie zählt zur serifenlosen Linear-Antiqua (humanistisch). Stilistisch wirkt sie neutral, sachlich und funktional, besonders für Corporate Design.

Filosofia (1996 – Zuzana Licko)
Filosofia wurde 1996 von Zuzana Licko als digitale Interpretation der Bodoni geschaffen. Sie gehört zur Klassizistischen Antiqua. Stilistisch verbindet sie Eleganz und Modernität mit Bildschirmtauglichkeit.

Fleischmann (1997 – Erhard Kaiser)
Die Fleischmann wurde 1997 von Erhard Kaiser nach historischen Vorbildern des 18. Jahrhunderts gestaltet. Sie ist eine Barock-Antiqua. Stilistisch wirkt sie lebendig, kontrastreich und mit dynamischen Proportionen.

Formata (1984 – Bernd Möllenstädt)
Formata wurde 1984 von Bernd Möllenstädt entwickelt. Sie gehört zur serifenlosen Linear-Antiqua (neo-grotesk). Ihr Stil ist streng, sachlich und typisch für Corporate-Schriften der 1980er.

Franklin Gothic (1903 – Morris Fuller Benton)
Franklin Gothic wurde 1903 von Morris Fuller Benton veröffentlicht. Sie zählt zu den serifenlosen Linear-Antiqua (Grotesk). Stilistisch ist sie kraftvoll, plakativ und prägend für die amerikanische Gebrauchsgrafik.

Frutiger (1976 – Adrian Frutiger)
Adrian Frutiger entwarf diese Schrift 1976 für die Beschilderung des Pariser Flughafens Charles de Gaulle. Sie gehört zur humanistischen serifenlosen Linear-Antiqua. Ihr Stil ist hervorragend lesbar, sachlich und zugleich freundlich – ein Klassiker des Corporate Designs.

Futura (1927 – Paul Renner)
Die Futura wurde 1927 von Paul Renner gestaltet, inspiriert vom Bauhaus. Sie zählt zu den geometrischen serifenlosen Linear-Antiqua. Stilistisch ist sie streng, modernistisch und eine Ikone der klassischen Moderne.

Gabriela (2010 – Eduardo Tunni)
Gabriela entstand 2010 von Eduardo Tunni. Sie wird den Klassizistischen Antiqua zugeordnet. Ihr Stil ist kontrastreich, elegant und erinnert an Mode- und Editorial-Typografie.

Garamond (um 1540 – Claude Garamond)
Claude Garamond entwickelte diese Schrift um 1540 in Frankreich. Sie gehört zur französischen Renaissance-Antiqua. Stilistisch ist sie harmonisch, humanistisch und gilt als Urtyp der Buchschrift.

Geometric Typeface
Der Begriff bezeichnet eine Gattung von serifenlosen Linear-Antiqua, die auf geometrischen Grundformen basieren. Typische Vertreter sind Futura oder Avenir. Stilistisch wirken sie streng, rational und modernistisch.

Geometria (2013 – Andrej Krišjānis)
Geometria wurde 2013 von Andrej Krišjānis entworfen. Sie zählt zu den geometrischen serifenlosen Linear-Antiqua. Ihr Stil ist minimalistisch, klar und ein zeitgenössischer Vertreter der Bauhaus-Tradition.

Gill Sans (1928 – Eric Gill)
Gill Sans erschien 1928 von Eric Gill, inspiriert von Edward Johnstons Schrift für die Londoner U-Bahn. Sie gehört zur humanistischen serifenlosen Linear-Antiqua. Ihr Stil ist freundlich, britisch geprägt und ein Klassiker des 20. Jahrhunderts.

Gliker
Gliker ist eine zeitgenössische Display-Schrift, die in digitalen Schriftbibliotheken verbreitet ist. Sie gehört zur Kategorie serifenlose Linear-Antiqua (geometrisch). Ihr Stil ist dekorativ, modern und für Branding gedacht.

Gotham (2000 – Tobias Frere-Jones)
Gotham wurde 2000 von Tobias Frere-Jones gestaltet. Sie zählt zu den serifenlosen Linear-Antiqua (neo-grotesk). Stilistisch ist sie neutral, seriös und wurde durch Obamas Wahlkampagne 2008 weltbekannt.

Hefring Slab (2012 – Hoftype)
Hefring Slab entstand 2012 bei Hoftype. Sie gehört zur Egyptienne. Ihr Stil ist modern, stabil und für Headline wie Fließtext geeignet.

Heimat Didone (2013 – Christoph Dunst)
Die Heimat Didone wurde 2013 von Christoph Dunst entworfen. Sie zählt zur Klassizistischen Antiqua. Stilistisch ist sie extrem kontrastreich, experimentell und für Display-Anwendungen gedacht.

Helvetica (1957 – Max Miedinger)
Helvetica erschien 1957 bei der Haas’schen Schriftgießerei von Max Miedinger. Sie gehört zur serifenlosen Linear-Antiqua (neo-grotesk). Ihr Stil ist neutral, universell und eine der meistgenutzten Schriften weltweit.

House Gothic 23 (1995 – Tal Leming)
House Gothic 23 entstand 1995 bei House Industries durch Tal Leming. Sie ist eine serifenlose Linear-Antiqua (Display-Grotesk). Stilistisch ist sie markant, plakativ und eignet sich für Headlines und Logos.

Info (1996 – Erik Spiekermann)
Info wurde 1996 von Erik Spiekermann für die Deutsche Bahn entworfen. Sie zählt zu den humanistischen serifenlosen Linear-Antiqua. Stilistisch ist sie funktional, gut lesbar und speziell für Orientierungssysteme geschaffen.

Inter (2010 – Rasmus Andersson)
Inter wurde 2010 von Rasmus Andersson entwickelt, speziell für digitale Interfaces. Sie gehört zur serifenlosen Linear-Antiqua (humanistisch). Ihr Stil ist neutral, modern und für Bildschirme optimiert.

Interstate (1993 – Tobias Frere-Jones)
Interstate entstand 1993 von Tobias Frere-Jones, basierend auf der US-Highway-Beschilderung. Sie zählt zur serifenlosen Linear-Antiqua (humanistisch). Ihr Stil ist funktional, plakativ und stark mit Wegweisung assoziiert.

ITC Franklin Gothic (1979 – Victor Caruso, nach Benton)
Diese Neuinterpretation erschien 1979 bei ITC von Victor Caruso, basierend auf Benton’s Original von 1903. Klassifiziert wird sie als serifenlose Linear-Antiqua (Grotesk). Stilistisch modernisierte sie den klassischen Franklin-Gothic-Stil für den Fotosatz.

ITC Legacy (1992 – Ronald Arnholm)
ITC Legacy wurde 1992 von Ronald Arnholm entworfen, inspiriert von Renaissance-Schriften. Sie gehört zu den Renaissance-Antiqua. Stilistisch wirkt sie klassisch, aber mit zeitgenössischer Anpassung für digitale Typografie.

ITC Officina (1990 – Erik Spiekermann)
Die ITC Officina entstand 1990 als moderne Business-Schrift. Sie ist eine serifenlose Linear-Antiqua, teilweise auch mit Serif-Version. Stilistisch ist sie robust, funktional und für Bürokommunikation gedacht.

Joanna (1930 – Eric Gill)
Joanna wurde 1930 von Eric Gill gestaltet. Sie gehört zur Übergangsantiqua. Stilistisch ist sie zurückhaltend, klar und für Bücher ausgelegt.

Jazmin (2009 – Santiago Orozco)
Jazmin wurde 2009 von Santiago Orozco entworfen. Sie gehört zur Klassizistischen Antiqua. Ihr Stil ist elegant, kontrastreich und wirkt besonders in Display-Größen.

Johnston (1916 – Edward Johnston)
Edward Johnston entwickelte 1916 die Schrift für die London Underground. Sie zählt zu den humanistischen serifenlosen Linear-Antiqua. Ihr Stil ist klar, sachlich und gilt als Pionierin moderner Sans-Serifs.

Kabel (1927 – Rudolf Koch)
Kabel entstand 1927 von Rudolf Koch und gehört zur geometrischen serifenlosen Linear-Antiqua. Sie ist vom Bauhaus beeinflusst. Stilistisch wirkt sie experimentell, eigenwillig und ist ein Klassiker der Avantgarde.

K–Q

Klein (2018 – Francesco Canovaro)
Die Klein wurde 2018 von Francesco Canovaro entworfen. Sie gehört zur serifenlosen Linear-Antiqua (humanistisch). Stilistisch ist sie freundlich, modern und auf digitale Lesbarkeit ausgerichtet.

Lexend (2018 – Thomas Jockin)
Lexend wurde 2018 von Thomas Jockin in Zusammenarbeit mit Leseforschern entwickelt. Sie zählt zur serifenlosen Linear-Antiqua (humanistisch). Ihr Stil ist stark auf Leseförderung optimiert, besonders für Menschen mit Leseschwierigkeiten.

Lexicon (1992 – Bram de Does)
Lexicon wurde 1992 von Bram de Does für Wörterbücher entworfen. Sie gehört zur Barock-Antiqua. Ihr Stil ist platzsparend, hochlesbar und speziell für kleine Schriftgrade gedacht.

Lucida (1985 – Charles Bigelow & Kris Holmes)
Die Lucida erschien 1985 und wurde von Charles Bigelow und Kris Holmes gestaltet. Nach DIN 16518 gehört sie zu den serifenlosen Linear-Antiqua (humanistisch), erweitert durch Serif-Varianten. Stilistisch ist sie neutral, funktional und ideal für Bildschirmdarstellung.

Metro (1929 – W.A. Dwiggins)
Die Metro entstand 1929 von W.A. Dwiggins in den USA. Sie zählt zu den geometrischen serifenlosen Linear-Antiqua. Stilistisch ist sie modernistisch, klar und als amerikanisches Pendant zur Futura zu sehen.

Miller (1997 – Matthew Carter)
Miller wurde 1997 von Matthew Carter als Interpretation der Scotch Roman entwickelt. Sie gehört zu den Barock-Antiqua. Stilistisch wirkt sie klassisch, robust und ist besonders im Zeitungs- und Editorial-Design verbreitet.

Minion (1990 – Robert Slimbach)
Robert Slimbach entwarf Minion 1990 für Adobe. Sie wird als Renaissance-Antiqua klassifiziert. Ihr Stil ist klassisch, ausgewogen und gilt als universelle Buchschrift der digitalen Ära.

Montserrat (2011 – Julieta Ulanovsky)
Montserrat wurde 2011 von Julieta Ulanovsky entwickelt, inspiriert von Straßenschildern in Buenos Aires. Sie gehört zu den geometrischen serifenlosen Linear-Antiqua. Ihr Stil ist modern, urban und stark im Webdesign verbreitet.

Mrs Eaves (1996 – Zuzana Licko)
Mrs Eaves wurde 1996 von Zuzana Licko gestaltet, benannt nach John Baskervilles Lebensgefährtin. Sie gehört zur Übergangsantiqua. Stilistisch ist sie elegant, humanistisch und eine moderne Interpretation der Baskerville.

Myriad (1992 – Robert Slimbach & Carol Twombly)
Die Myriad erschien 1992 bei Adobe. Sie zählt zur humanistischen serifenlosen Linear-Antiqua. Ihr Stil ist neutral, offen und bekannt durch den Einsatz als Apple-Hausschrift.

Neo Sans (2004 – Sebastian Lester)
Neo Sans wurde 2004 von Sebastian Lester gestaltet. Sie gehört zur serifenlosen Linear-Antiqua (humanistisch). Ihr Stil ist futuristisch, freundlich und wurde unter anderem im Corporate Design von Intel eingesetzt.

Neutraface (2002 – Christian Schwartz)
Neutraface wurde 2002 von Christian Schwartz entworfen, inspiriert von der Architektur Richard Neutras. Sie zählt zu den geometrischen serifenlosen Linear-Antiqua. Stilistisch wirkt sie modernistisch, architektonisch und elegant.

News Gothic (1908 – Morris Fuller Benton)
News Gothic wurde 1908 von Morris Fuller Benton für American Type Founders geschaffen. Sie gehört zur Grotesk-Gruppe (serifenlose Linear-Antiqua). Stilistisch ist sie nüchtern, funktional und typisch für frühe Gebrauchsgrafik.

Nimbus Roman (1982 – URW Studio)
Nimbus Roman wurde 1982 von URW als Alternative zur Times entwickelt. Sie gehört zur Übergangsantiqua. Stilistisch ist sie klassisch, neutral und für den Einsatz als Standardschrift gedacht.

Nobel (1929 – Sjoerd de Roos & Dick Dooijes)
Die Nobel wurde 1929 in den Niederlanden von Sjoerd de Roos und Dick Dooijes entworfen. Sie zählt zu den geometrischen serifenlosen Linear-Antiqua. Stilistisch wirkt sie modernistisch, klar und ist ein niederländisches Pendant zur Futura.

Novera (2019 – Nils Thomsen)
Die Novera wurde 2019 von Nils Thomsen gestaltet. Sie gehört zur serifenlosen Linear-Antiqua (humanistisch). Ihr Stil ist freundlich, funktional und für Corporate Design optimiert.

Operetta (2016 – Typotheque)
Operetta wurde 2016 von André Simard für Typotheque entwickelt. Sie gehört zur Klassizistischen Antiqua. Stilistisch ist sie elegant, dekorativ und mit hohem Kontrast für Display-Anwendungen gedacht.

Optima (1958 – Hermann Zapf)
Optima erschien 1958 bei D. Stempel, entworfen von Hermann Zapf. Sie ist eine Antiqua ohne Serifen, formal zwischen Linear-Antiqua und Antiqua angesiedelt. Stilistisch ist sie klassisch, humanistisch und vielseitig.

Palatino (1948 – Hermann Zapf)
Die Palatino wurde 1948 von Hermann Zapf geschaffen. Sie gehört zur Renaissance-Antiqua. Ihr Stil ist warm, klassisch und eine der beliebtesten Buchschriften des 20. Jahrhunderts.

Peignot (1937 – A.M. Cassandre)
Peignot erschien 1937 von A.M. Cassandre. Sie ist eine serifenlose Linear-Antiqua mit ungewöhnlicher Mischung aus Groß- und Kleinbuchstabenformen (Versalien). Stilistisch ist sie Art-Déco, avantgardistisch und dekorativ.

Perpetua (1929 – Eric Gill)
Perpetua wurde 1929 von Eric Gill entworfen. Sie zählt zur Klassizistischen Antiqua. Ihr Stil ist edel, streng und wirkt besonders für Buchgestaltung repräsentativ.

Playfair Display (2011 – Claus Eggers Sørensen)
Playfair Display wurde 2011 von Claus Eggers Sørensen gestaltet. Sie gehört zur Klassizistischen Antiqua. Stilistisch ist sie kontrastreich, elegant und für Web-Editorials optimiert.

PMN Caecilia (1990 – Peter Matthias Noordzij)
PMN Caecilia erschien 1990 bei Linotype von Peter Matthias Noordzij. Sie ist eine Egyptienne. Ihr Stil ist modern, neutral und sehr vielseitig einsetzbar.

Poppins (2014 – Indian Type Foundry)
Poppins wurde 2014 von der Indian Type Foundry veröffentlicht. Sie gehört zu den geometrischen serifenlosen Linear-Antiqua. Ihr Stil ist modern, rund und besonders im digitalen Design weit verbreitet.

Proforma (1988 – Petr van Blokland)
Proforma wurde 1988 von Petr van Blokland entwickelt. Sie gehört zur Übergangsantiqua. Stilistisch ist sie funktional, robust und für Lesetexte in Print optimiert.

Prokyon (2002 – Erhard Kaiser)
Prokyon wurde 2002 von Erhard Kaiser gestaltet. Sie zählt zu den humanistischen Linear-Antiqua. Stilistisch wirkt sie klar, neutral und ist für Corporate Design ausgelegt.

Proxima Nova (2005 – Mark Simonson)
Proxima Nova wurde 2005 von Mark Simonson entworfen. Sie gehört zu den geometrischen serifenlosen Linear-Antiqua. Ihr Stil verbindet Modernität und Neutralität, heute eine der meistgenutzten Webfonts.

Quay Sans (1990 – David Quay)
Quay Sans wurde 1990 von David Quay gestaltet. Sie ist eine serifenlose Linear-Antiqua (humanistisch). Stilistisch wirkt sie modern, neutral und wurde für Corporate-Anwendungen geschaffen.

R–Z

Rockwell (1934 – Monotype)
Rockwell wurde 1934 von Monotype veröffentlicht. Sie gehört zur Egyptienne. Stilistisch ist sie geometrisch, markant und gilt als eine der bekanntesten Slab-Serifs.

Rotis (1988 – Otl Aicher)
Rotis erschien 1988 von Otl Aicher. Nach DIN 16518 zählt sie zu den Linear-Antiqua (mit humanistischen, grotesken und Serif-Varianten). Stilistisch ist sie ein experimenteller Allrounder, gedacht als „Universalschrift“.

Sabon (1967 – Jan Tschichold)
Sabon wurde 1967 von Jan Tschichold gestaltet. Sie gehört zur Renaissance-Antiqua. Ihr Stil ist klassisch, ausgewogen und für den hochwertigen Buchdruck entwickelt.

Scala (1991 – Martin Majoor)
Die Scala erschien 1991 von Martin Majoor. Sie ist eine Barock-Antiqua, ergänzt durch eine Sans-Variante. Stilistisch verbindet sie klassische Tradition mit moderner Flexibilität.

Sequel 100 Black (2017 – Oliver Jeschke)
Sequel 100 Black wurde 2017 von Oliver Jeschke entworfen. Sie zählt zu den geometrischen Linear-Antiqua. Stilistisch wirkt sie kräftig, modern und stark typografisch reduziert.

Souvenir (1914 – Morris Fuller Benton, später ITC)
Souvenir wurde 1914 von Morris Fuller Benton entwickelt und in den 1970ern durch ITC neu aufgelegt. Sie gehört zur Barock-Antiqua. Ihr Stil ist weich, freundlich und spiegelt den Zeitgeist der 1970er wider.

Stone (1987 – Sumner Stone, ITC)
Stone erschien 1987 von Sumner Stone. Sie existiert in Serif, Sans und Informal. Sie ist als Antiqua und Linear-Antiqua klassifizierbar. Stilistisch wirkt sie humanistisch, sachlich und universell.

Swift (1987 – Gerard Unger)
Swift wurde 1987 von Gerard Unger entwickelt. Sie gehört zur Barock-Antiqua. Stilistisch ist sie dynamisch, mit kräftigen Serifen und für Zeitungsdruck optimiert.

Syntax (1968 – Hans Eduard Meier)
Syntax erschien 1968 von Hans Eduard Meier. Sie gehört zu den humanistischen Linear-Antiqua. Ihr Stil ist klar, elegant und gilt als eine der schönsten serifenlosen Schriften.

TheSans (1994 – Lucas de Groot)
TheSans wurde 1994 von Lucas de Groot entworfen. Sie ist Teil der Thesis-Superfamilie. Sie zählt zu den humanistischen Linear-Antiqua. Stilistisch wirkt sie flexibel, professionell und neutral.

Thesis / TheMix (1994 – Lucas de Groot)
TheMix ist Teil der Thesis-Familie von 1994. Sie gehört zur hybriden Klasse zwischen Serif und Sans. Stilistisch ist sie experimentell, modern und vielseitig kombinierbar.

Times (1931 – Stanley Morison & Victor Lardent)
Times New Roman entstand 1931 für die „Times“ in London. Sie gehört zur Übergangsantiqua. Stilistisch ist sie funktional, klassisch und eine der meistverbreiteten Schriften der Welt.

Today Sans (1988 – Volker Küster)
Today Sans erschien 1988 von Volker Küster. Sie gehört zur serifenlosen Linear-Antiqua (humanistisch). Ihr Stil ist zeitgemäß, neutral und für Corporate Design entwickelt.

Trinité (1982 – Bram de Does)
Trinité wurde 1982 von Bram de Does entworfen. Sie zählt zur Renaissance-Antiqua. Stilistisch ist sie elegant, traditionsbewusst und für hochwertige Buchgestaltung gedacht.

Trade Gothic (1948 – Jackson Burke)
Trade Gothic wurde 1948 von Jackson Burke veröffentlicht. Sie gehört zur Grotesk-Gruppe der Linear-Antiqua. Stilistisch ist sie nüchtern, vielseitig und besonders im Editorial Design beliebt.

Trajan (1989 – Carol Twombly)
Trajan erschien 1989 von Carol Twombly für Adobe. Sie basiert auf römischen Kapitalis. Nach DIN 16518 zählt sie zu den Antiqua mit Monumentalschrift-Bezug. Stilistisch ist sie klassisch, monumental und fast ausschließlich für Display genutzt.

Univers (1957 – Adrian Frutiger)
Univers wurde 1957 von Adrian Frutiger entwickelt. Sie gehört zur serifenlosen Linear-Antiqua (neo-grotesk). Ihr Stil ist rational, systematisch und einer der ersten Schriftfamilien mit breitem Schriftsystem.

Verdana (1996 – Matthew Carter)
Verdana wurde 1996 von Matthew Carter für Microsoft entworfen. Sie gehört zur serifenlosen Linear-Antiqua (humanistisch). Stilistisch ist sie für Bildschirmdarstellung optimiert und extrem gut lesbar in kleinen Graden.

Volta (1955 – Konrad Friedrich Bauer & Walter Baum)
Volta wurde 1955 von Bauer & Baum bei der Bauerschen Gießerei entwickelt. Sie gehört zur Egyptienne. Stilistisch wirkt sie robust, sachlich und typisch für die 1950er Jahre.

Walbaum (um 1800 – Justus Erich Walbaum)
Die Walbaum entstand um 1800 von Justus Erich Walbaum. Sie gehört zur Klassizistischen Antiqua. Stilistisch ist sie streng, kontrastreich und gilt als deutsche Variante der Didot.

Wilhelm Klingspor Gotisch (1925 – Rudolf Koch)
Wilhelm Klingspor Gotisch wurde 1925 von Rudolf Koch geschaffen. Sie gehört zur gebrochenen Schrift (Gotisch). Stilistisch ist sie traditionell, ornamental und für repräsentative Zwecke gedacht.

Zapfino (1998 – Hermann Zapf)
Zapfino wurde 1998 von Hermann Zapf entwickelt. Sie gehört zur Schreibschriften-Gruppe. Stilistisch ist sie kalligrafisch, ausdrucksstark und extrem variantenreich.

Zapf Renaissance (1984 – Hermann Zapf)
Zapf Renaissance erschien 1984 von Hermann Zapf. Sie gehört zur Renaissance-Antiqua. Stilistisch ist sie klassisch, humanistisch und für hochwertige Buchgestaltung geschaffen.

Zolina Modern (2019 – Alexander Slobzheninov)
Zolina Modern wurde 2019 von Alexander Slobzheninov entworfen. Sie gehört zu den modernen serifenlosen Linear-Antiqua. Stilistisch wirkt sie reduziert, funktional und sehr zeitgenössisch.

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