Designentwürfe und Testing

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Die dritte Phase, Designentwürfe & Testing, markiert den Übergang vom strategischen Konzept zur konkreten visuellen Umsetzung. Hier werden die in der Konzeptphase entwickelten Ideen in erste gestalterische Lösungen übersetzt und systematisch überprüft. Diese Phase ist entscheidend, da sie sicherstellt, dass das Design nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch funktional, zielgruppengerecht und markendifferenzierend ist.

Fundierung der Phase Designentwürfe & Testing

Laut Keller (2013) ist das Corporate Design die visuelle Sprache einer Marke, die es ermöglicht, Markenwerte schnell und eindeutig zu kommunizieren“. Die Phase Designentwürfe & Testing stellt sicher, dass diese Sprache klar, konsistent und wirkungsvoll ist.

Eine Studie des Design Management Institute (2015) zeigt, dass Unternehmen, die systematisches Design-Testing betreiben, eine 25 % höhere Markenwiedererkennung und eine 15 % höhere Kundenzufriedenheit erreichen als solche, die diesen Schritt auslassen. Dies unterstreicht die Bedeutung einer datengestützten und iterativen Herangehensweise in dieser Phase.

Wichtige Schritte

01. Erstellung erster Designentwürfe (High-Fidelity-Prototypen)
Basierend auf den in der Konzeptphase definierten Designprinzipien werden konkrete Entwürfe erstellt. Dazu gehören:
Logo-Varianten: Unterschiedliche Ausführungen des Logos, die auf verschiedenen Anwendungen getestet werden.
Farbpaletten: Definierte Haupt- und Akzentfarben, die auf ihre psychologische Wirkung und Lesbarkeit überprüft werden.
Typografie: Schriftkombinationen für Headlines, Fließtexte und digitale Anwendungen.
Bildsprache: Stimmige Fotografie- oder Illustrationsstile, die die Markenwerte visualisieren.

Beispiel: Ein Technologieunternehmen entwickelt drei Logo-Varianten, die jeweils unterschiedliche Aspekte der Markenpersönlichkeit (Innovation, Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit) betonen.

02. Interne Review-Runden
Die Entwürfe werden zunächst intern mit relevanten Stakeholdern (Marketing, Design-Team, Führungsebene) diskutiert. Tools wie Figma oder Adobe XD ermöglichen kollaboratives Feedback in Echtzeit.

03. Zielgruppen-Testing
Die Entwürfe werden einer repräsentativen Gruppe der Zielgruppe vorgestellt. Methoden hierfür sind:
Fokusgruppen: Qualitative Diskussionen über die emotionale Wirkung der Designs.
Online-Umfragen: Quantitative Erhebungen zur Präferenz und Assoziation.
A/B-Testing: Vergleich verschiedener Designvarianten in realen Anwendungsszenarien (z. B. Website-Landingpages).

Eine Studie von Nielsen Norman Group (2018) zeigt, dass 58 % der Verbraucher Marken bevorzugen, deren Design intuitiv und emotional ansprechend ist.

04. Iterative Überarbeitung
Basierend auf den Ergebnissen des Testings werden die Entwürfe optimiert. Dieser Prozess kann mehrere Schleifen durchlaufen, bis eine finale Version vorliegt, die sowohl intern als auch extern überzeugt.

Finalisierung der Designelemente

Die ausgewählten Entwürfe werden in ihrer endgültigen Form ausgearbeitet, einschließlich aller Varianten für verschiedene Anwendungen (z. B. Logo in Schwarz-Weiß, reduzierte Versionen für kleine Formate usw.).

Praktisches Beispiel:

Airbnb durchlief während seiner Rebranding-Initiative 2014 umfangreiches Testing verschiedener Logo-Entwürfe. Die finale Version – das „Bélo“-Symbol – wurde in über 20 Ländern getestet, um kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung zu berücksichtigen.

Iterative Optimierung

Die Phase Designentwürfe & Testing ist der kritische Punkt, an dem Theorie und Praxis zusammentreffen. Durch systematisches Feedback und iterative Optimierung wird sichergestellt, dass das finale Design nicht nur kreativ, sondern auch strategisch fundiert und zielgruppenwirksam ist.

Ressourcen & Quellen:
Keller, K. L. (2013). Strategic Brand Management.
Design Management Institute (2015). The Value of Design.
Nielsen Norman Group (2018). How Users Perceive Design.

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